Kreislauf​wirtschaft

Materialflüsse in Österreich im Jahr 2020

Die Ausweitung der Kreislaufwirtschaft stellt ein wichtiges Element des europäischen Grünen Deals dar. Kreislaufwirtschaft bedeutet „den Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten, indem sie am Ende ihrer Nutzungsdauer in den Produktkreislauf zurückgeführt werden, und gleichzeitig möglichst wenig Abfall erzeugt wird.“ Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie arbeitet derzeit an einer Strategie zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Österreich.

Die Materialflüsse durch Österreichs Volkswirtschaft wurden in einem von Eurostat konfinanzierten Projekt anhand der vier Hauptmaterialgruppen – Biomasse, Metalle, nicht-metallische Minerale und fossile Energieträger – in Form eines Sankey-Diagrammes abgebildet.

Diese Art der Darstellung liefert die Grundlage für die Berechnung der „zirkulären Materialnutzungsrate“, einem Indikator des Monitoring Frameworks zum Aktionsplan der Europäischen Kommission für die Kreislaufwirtschaft. Außerdem wird die zirkuläre Materialnutzungsrate als Leitindikator im Rahmen des Monitoring Frameworks des 8. Umweltaktionsplanes der Europäischen Kommission vorgeschlagen.

Im Jahr 2020 stammten rund 9,3% des gesamten in der österreichischen Volkswirtschaft verbrauchten Materials (Inlandsmaterialverbrauch + Recycling unter Berücksichtigung von Abfallimporten und -exporten) aus dem Recycling.

Wie ist das Material​fluss​diagramm zu lesen?

Methodische Hinweise

Die Darstellung der österreichischen Materialflüsse als Sankey-Diagramm orientiert sich am Materialflussdiagramm von Eurostat.

Sämtliche Daten, die in das Sankey-Diagramm einfließen, stammen aus offiziellen Statistiken. Wesentliche Datenquellen sind die Materialflussrechnung (sowohl input- als auch outputseitig), erstellt durch Statistik Austria, und die Abfallstatistik gemäß EU-Abfallstatistikverordnung. Für die Aufteilung der Materialströme auf die vier Hauptmaterialkategorien wurden zusätzlich die Luftschadstoff- und Treibhausgasinventur (OLI), erstellt durch das Umweltbundesamt, und die Energiebilanz, erstellt durch Statistik Austria, herangezogen.

Die Identifizierung der Importe und Exporte von Abfall für das Recycling basiert auf einer Zuordnung der entsprechenden KN Nummern aus der Außenhandelsstatistik von Statistik Austria.

Die MFA Kategorien MF5 „Andere Erzeugnisse“ und MF6 „Importierter Abfall“, welche nicht direkt einer Hauptmaterialkategorie zugeordnet werden können, wurden mittels Anteiles der jeweiligen Hauptmaterialkategorie an den gesamten Importen bzw. Exporten aufgeteilt.

Die anhand des Sankey-Diagrammes berechnete zirkuläre Materialnutzungsrate weicht etwas vom Wert den Eurostat berechnet ab. Die Erklärungen dazu finden sich im Projektbericht zur Materialflussrechnung. Auch weitere ausführliche Informationen können im Projektbericht nachgelesen werden.

Projektinformationen

Dieses Projekt wurde von Statistik Austria durchgefüht und von der Europäischen Union mitfinanziert.